Die Geschichte des Dorfes Todtenhausen

Beschreibung aus „Chronik des Dorfes Todtenhausen“   von 1978

 

Allgemeines

Das Gebiet des Dorfes Todtenhausen erstreckt sich auf dem hohen Weserufer nördlich der Stadt Minden bis zum Heisterholz. Die westliche Abgrenzung verläuft recht unregelmäßig und berührt die Gemarkung von Südfelde, Stemmer und Kutenhausen.

Höchster Punkt im Gelände 61,9 m über NN am Thorn/B 61.

Der gesamte Raum ist unregelmäßig besiedelt; einen Dorfkern gibt es nicht. Wie es zu dieser Streusiedlung kam und wie die Besiedlung und Entwicklung in diesem Landstrich verlief, soll auf den 5 nachfolgenden Karten dargestellt werden.

Die Quellen für die rückschauende Betrachtung der Besiedlungsentwicklung sind in erster Linie die ältesten Kartenmäßigen Darstellungen dieses Gebietes, insbesondere des Grundsteuerkatasters vom Jahre 1828. Sie lassen eine lückenlose Wiedergabe des Zustandes vor 150 Jahren mit Einzelheiten über Besitzverhältnisse zu. Die Unterlagen der im Staatsarchiv Münster liegenden Urkataster aus den Jahren 1682 u. 1721, die Urbarien und Lagerbücher, ermöglichen noch eine verhältnismäßig sichere Darstellung des Zustandes von 1680 bis 1820. Weitere Hinweise sind durch sonstige Abgaberegister und Flurnamen gegeben. Noch weiter zurück reicht eine wertvolle Beschreibung des Domherrn Tribbe aus dem Jahre 1460 über den Zustand bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts. Bis zu den Anfängen der Dauerbesiedlung etwa um 1100 gibt es nur vereinzelte Angaben in den alten Bischofschroniken und den westfälischen Urkunden.

Wir verdanken dem Vermessungsrat Hormann (U) die Erstellung der 5 Karten mit dem jeweiligen Siedlungsbild um 1100, 1400, 1650, 1830 und 1880. Sie zeigen deutlich den beschwerlichen Weg der Entwicklung durch die Jahrhunderte. Die hier den einzelnen Karten zugeordneten Erläuterungen mögen dem Betrachter das Verständnis erleichtern und Anregungen geben für eigene Interpretationen.

Die Geschichte des Dorfes umfasst neben der Besiedlung alle Bereiche des menschlichen Lebens. Deshalb wurde hier der Versuch unternommen, die kulturellen, geschichtlichen, wirtschaftlichen, sozialen und religiösen Bezüge und Verhältnisse in Wort und Bild darzustellen. Das kann aber nur in einem beschränkten Umfange erfolgen.

Es gibt gewiss in vielen Häusern und Familien Dokumente und Bilder aus Vergangenheit und Gegenwart, die sich als Ergänzung und Bereicherung dieses Bildbandes eignen. Auch Aufzeichnungen aus dem persönlichen und familiären Bereich würden die nachfolgenden Generationen dankbar vermerken.

Im Anhang sind einige freie Seiten, die diesem Zweck dienen mögen. Beobachte jeder das Geschehen ringsum und registriere, was das Leben an Bildern, Daten und Veränderungen zu bieten hat. Die Einwohner der ehemaligen Gemeinde Todtenhausen sind Bürger der Stadt Minden geworden. Das ist eine geschichtliche Tatsache. Dieser Umstand entlässt uns aber nicht aus der Verpflichtung, die Geschichte unseres Lebensraumes weiter zu schreiben.

Diese Aufforderung von Wilhelm Stühmeier und seinen Helfern hat unser „Historischer Arbeitskreis innerhalb der Kulturgemeinschaft Todtenhausenaufgegriffen. Wir wollen die Geschichte von Todtenhausen ergänzen und fortschreiben. Die freien Seiten in der Chronik reichen uns jedoch nicht aus. Deswegen benutzen wir das Medium Internet, was ja auch eine Weiterentwicklung der Geschichte darstellt.

Wir werden viele Passagen aus der Chronik hier erneut vorstellen, sie aber um neuere Erkenntnisse ergänzen. So soll ein gemeinsames, neues Gesamtwerk entstehen. Die gedruckte Chronik des Dorfes Todtenhausen wird hierdurch nicht überflüssig. Sie  ist und bleibt ein Schatz von 1978, in den auch wir immer gern mal wieder einen Blick werfen. Das geht ohne PC, sogar ohne Strom beim Kerzenlicht. 
Historischer Arbeitskreis



Ursprung und Entwicklung 1100 n. Chr.
Der ursprüngliche Zustand einer Landschaft ist von entscheidender Bedeutung für die Besiedlung. Unser Heimatraum wurde geprägt durch eiszeitliche Ablagerungen und das nachfolgende Spiel des Wassers und des Windes.

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Das Siedlungsbild im Mittelalter (1400-1500 n.Chr.)
Der Ausbau des alten Nährgebietes vollzog sich im 13. und 14. Jahrhundert durch Erweiterung der Eschfluren. Das Urdorf Todtenhusen (1380 Tatenhuß) konnte sich aber nur um 4 Hofstellen vergrößern. Die späteren Höfe erhielten nur noch geringen Anteil auf dem alten Esch.

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Siedlungsbild um 1650 n. Chr.
Durch den Verfall der Landwehr in diesem Zeitraum erfuhr das bäuerliche Leben einen erheblichen Aufschwung. Man interessierte sich für die guten alten Eschfluren Eickhof und Walveracker und nahm auch die bis dahin ackerbaulich ungenützten Markengebiete Thorenfeld und Lerchenfeld in Kultur.

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Kulturgemeinschaft Todtenhausen | www.todtenhausen.de | info@todtenhausen.de |
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